Foto: Stefi Linder

Der Vogel, der uns auf allen Exkursionen begleitete

 

Rohanschanze 20.Mai 2026 /18.00 Uhr

Die Idee, eine Abendexkursion als neues Format anzubieten, war offensichtlich eine gute. Beim Einfahren auf den Parkplatz habe ich nicht schlecht gestaunt. 25 Interessierte und etliche Fernrohre standen herum und machten einem das Einparken schwer. Motiviert und fröhlich machte man sich auf den Weg, grüsste diesen und jene und erzählte Neuigkeiten, immer mit den Augen beobachtend und mit einem Ohr hinhörend. Selbstverständlich waren Sichtungen und Hören von Mönchsgrasmücke (ist ja unterdessen der häufigste Singvogel in der Schweiz), Haussperlingen, Turmfalken und Türkentauben, Stieglitz.

Besonders beeindruckt haben uns Rohrweihe, Wiedehopf, Steinschmätzer und Neuntöter.

Rhonedelta

Erst nachträglich wird mir bewusst, dass die 19 Fahrgäste mit Roman Deflorin, dem Chauffeur und seinem Rothen Car, die halbe Schweiz umrundet haben. Angefangen wurde die Fahrt in Chur beim Hotel ABC über Trimmis – Landquart – Zürich Westumfahrung – Bern – Gruyére – Wallis – Simplon – Tessin – San Bernardino – Chur – Landquart, natürlich nicht am Stück, sondern in drei Tagen mit bezaubernden, erfreulichen, angenehmen, auserlesenen und beglückenden Unterbrüchen. Und das ist nicht übertrieben. Nach einer 3stündigen Fahrt gibt es einen längeren Halt im Pro Natura-Schutzgebiet Les Grangettes bei Noville im Rhonedelta, wo wir vor lauter «nichts verpassen können/wollen» fast vergessen, unsern Hunger zu stillen.

Bild: Christoph Meier-Zwicky

Trotzdem sich das Wetter nicht an die Vorhersage hielt, trafen sich 17 wasserdicht eingepackte Interessierte bei der alten Säge ob Mastrils, wo sie von den beiden Leitern der Exkursion, Albert Nigg und Sergio Wellenzohn begrüsst wurden. Die geschichtlichen, landwirtschaftlichen und geographischen Ausführungen zogen die Anwesenden so in ihren Bann, dass man ganz automatisch den Schirm aufspannte und wieder schloss, den Reissverschluss bis zum Kinn hochzog und dann wieder öffnete und am Schluss nicht hätte sagen können, ob es jetzt die ganze Zeit oder nur wenig geregnet hatte. Albert Nigg verstand es mit spannenden Anekdoten, erstaunlichen Tatsachen und humorvollen Einlagen der Zuhörer Interesse wachzuhalten.

 

Um die 70 Interessierte finden sich an diesem Freitagabend, 7. November, im Evangelischen Kirchgemeindehaus in Landquart und tauchen in die faszinierende und berührende Welt der Witenen, der Trimmiser Allmend ein, gekonnt gefilmt von Simon Persenico und kommentiert von seinem Enkel Dea Mattia.

Zusammen mit der passenden Musik, die mit viel Feingefühl ausgewählt ist, zieht die Vorführung die Anwesenden in ihren Bann. Hingerissen schaut man auf die Leinwand und pickt dazwischen Popcorn, das selbstverständlich zum Kino gehört.

Rohrweihe Foto Stefi Linder

Rohrweihe

Wer sich je Anschauungsunterricht für das Unterscheiden von Mäuse- und Wespenbussard gewünscht hat, kam in St. Margrethenberg voll auf seine Kosten. Kurz nach Mittag drehten beide Vögel in nächster Nähe von uns scheinbar gemeinsam ihre Kreise. Die völlig verschiedenen Kopfformen fielen dabei besonders gut auf.