Sichelente fotografiert von Edith Kläusli

Eine Winterexkursion des VSL, an der man zu warm gekleidet ist, gab es das schon einmal? Wir haben die Wärme und den ungefilterten Sonnenschein am Zürichsee gerne angenommen. Bei unserm ersten Halt an der Jonamündung lässt sich ein Eisvogel in unserer Nähe nieder und wir können ihn ausgiebig beobachten, bewundern und fotografieren.

 

Nach den Jahren 2004, 2005, 2011, 2015, 2017 konnte der Vogelschutz Landquart "VSL" im Frühling und Herbst 2018 in Zusammenarbeit mit dem Plantahof und fünf weiteren Landwirten auf deren Areal in Igis/Landquart wiederum eine Baumpflanzung durchführen. Die total 36 Bäume, davon 27 Traubeneichen, 6 Sommerlinden, 1 Walnuss und 2 Silberweiden wurden vom Kantonalen Forstgarten Rodels aus einheimischer Zucht bezogen.

Bildvortrag von Hans Schmocker am 23. Novmeber 2018

Mit viel Herzblut erzählt Hans Schmocker von Erlebnissen und Beobachtungen mit seinen Schützlingen, den Echsen und Schlangen in Graubünden, die er samt ihren Lebensräumen so gut kennt wie seine eigene Hosentasche.

Hans Schmocker teilt den Kanton in 3 Regionen: Nord- und Mittelbünden, Engadin und Südtäler.

 

Foto Stefi Linder

Der neue Standort unseres Vogelzug-Beobachtungs-Einsatzes mit seinen hügeligen Wiesen, den verstreuten Baumgruppen, dem nahen Nadelwald, den Felsen des Taminatals im Hintergrund, dem Einblick in verschiedene Täler und der eindrücklichen Aussicht in alle Richtungen entpuppt sich als gute Wahl. Der sonnige Tag trägt natürlich viel zur allgemeinen Zufriedenheit der 30 bis 40 Besucher und Beobachter bei. Auch die Vögel fühlen sich wohl in diesem Gebiet. Es sind nicht unbedingt ziehende Vögel, die unsere Aufmerksamkeit erheischen, aber wir erfreuen uns auch an den vielen Buchfinken, Distelfinken, Erlenzeisigen dazu einigen Fichtenkreuzschnäbeln. Schwarzspecht, Buntspecht und Grünspecht geben sich ein Stelldichein. Hoch erfreut sind wir über die Steinadler, die immer wieder mal vorbeischauen, so nah, dass sogar gute Fotos möglich sind. Auch Baum- und Wanderfalke kreisen in dem Gebiet. 

 

Foto Heinz Borgmann

Es war ein „Kaiserwetter“, das die erwartungsvollen Teilnehmer an der Bergvogel- und Pflanzenexkursion in Arosa begrüsste. Gut gelaunte 36 VSL-Mitglieder und deren Gäste wurden von Stefi Linder, Carla Wyssmann und Jan Jelen, unserem Exkursionsleiter, bei der Mittelstation der Weisshornbahn empfangen. 

Gleich zu Beginn in Arosa durften wir von Carla Freibillette für die Fahrt zur Mittelstation entgegennehmen. Sie kontaktierte Lolo Schmid, den Aroser Gemeindepräsidenten und Verwaltungsratspräsidenten der Aroser Bergbahnen, welcher uns in grosszügiger Weise diese Gratisfahrt zur Mittelstation ermöglichte. Wir alle möchten diese tolle Geste von Herrn Lolo Schmid herzlich verdanken.

Jan Jelen, profunder Kenner der Vogel- und Pflanzenwelt, war unser Exkursionsleiter für die Wanderung durch diese schöne Bergwelt.

Wir kennen Jan als Initiant und Betreuer der seltenen Entenarten im Arosersee. Wer hätte gedacht, dass einmal Schellenten, Mandarinenten etc. rund um den Arosersee erfolgreich brüten? Viele weitere Entenarten, wie die Bahamaenten zeigten sich den Seebesuchern.

Wir hatten unsere Wanderung in Richtung „Maraner Hauptii“ auf 2156 m ü. M. kaum begonnen, zeigte sich uns schon ein Feldhase. Nein, es war kein Schneehase, wie einige von uns vermuteten!

In Einerkolonne aufsteigend, zog sich unsere Gruppe etwas in die Länge, so dass nicht alle von uns den Ausführungen des vorangehenden Jan folgen konnten. Er möge uns auch verzeihen, dass unser ornithologisch getrimmtes Hirn nicht alle Pflanzennamen behalten konnte.

Nach kurzer Zeit waren die ersten Bergvögel wie Bluthänflinge,  Klappergrasmücke, Ringdrossel, Bergpieper und Steinschmätzer zu sehen. Ihr aufgeregtes Reklamieren zeigte an, dass wir ihr Brutgebiet streiften. Ein juveniler Steinadler kreiste über uns. Auch wenige Mauersegler zeigten sich uns am Himmel, während Jan fleissig unsere Aufmerksamkeit auf die botanischen Raritäten lenkte.

Das eine  Auge auf den schmalen Weg gerichtet, das andere die Pflanzenwelt und die tolle Umgebung bewundernd,  erreichten wir den Weg, der über den oberen Prätschsee führte. Was für eine schöne Kulisse an diesem perfekten Tag!

Auf einer Kuppe hielten wir Mittagsrast. Jan nutzte die Gelegenheit, um uns weitere Gebirgspflanzenarten näher zu bringen. Wir bewunderten die Vielfalt dieser Pflanzenwelt und gaben uns Mühe den einen oder anderen Namen zu memorieren!

Nach der Pause ging die Wanderung hinunter in Richtung Prätschalp, dann vorbei am unteren Prätschsee, wo Reiherenten brüteten. Anschliessend führte uns der Weg noch weiter abwärts durch den Tannenwald. Das Ziel war die Versuchsstation Maran.

Diese Versuchsstation von Agroscope liegt auf ca.1850m Höhe. Die häufigsten  Lebensräume der alpinen und subalpinen Zonen der Region Arosa mit ihrer unterschiedlichsten Vegetation werden hier vorgestellt.

Das etwa 1000m2 grosse Areal ist in verschiedene Versuchsfelder mit Gesteinsbeeten von unterschiedlichen Bodenstrukturen eingeteilt. 

Es ist auch interessant, dass auf dieser Höhe Versuchsfelder mit vielen Kartoffelsorten angebaut werden. Hier gilt das Ziel der Erhaltung und Nutzung der alten Sorten und der Erhaltung des Kulturerbes für zukünftige Generationen.

Bei den Blumenarten wird untersucht, welche Bodenstruktur für welche Arten geeignet ist. Kalk- und Silikatböden unterscheiden sich stark. Daneben zählt auch die Nährstoff- und Wasserverfügbarkeit für das Gedeihen dieser alpinen Pflanzen.

Jan Jelen betreut diese Station und führt jeden Dienstag interessierte Feriengäste und Naturliebhaber durch dieses Versuchsareal.

Unsere abwechslungsreiche und spannende Exkursion war nach dieser Besichtigung beendet. Unsere Gruppen fuhren mit dem Bus nach Arosa zurück. Ein gemütlicher Trunk im Restaurant Güterschuppen beim Bahnhof gab uns die notwendige Erholung nach diesem erfüllten Tag, bevor wir uns endgültig voneinander verabschiedeten.

 

Nochmals herzlichen Dank an unseren Organisator Stefi Linder, an Jan Jelen unseren sehr kundigen botanischen Führer, an Herrn Lolo Schmid für seine Grossszügigkeit, sowie den Wettergott, der offensichtlich Mitglied des VSL ist!

Heinz Borgmann

 

Artenliste:

Bluthänfling, Klappergrasmücke, Heckenbraunelle, Steinadler, Steinschmätzer, Mauersegler, Bergpieper, Rabenkrähe, Ringdrossel, Misteldrossel, Tannenmeise, Zwergtaucher, Reiherente, Kolbenente, Pfeifente, Bahamaente, Schellente…………….und der Feldhase!