Gewisse Vogelarten sind sogenannte Höhlenbrüter. Das heisst, sie legen ihre Nester nicht im Astwerk oder am Boden an, sondern in natürlichen Hohlräumen in Bäumen, Felsen und an Gebäuden. Durch die moderne Bauweise und die Forstwirtschaft sind viele dieser Brutnischen verloren gegangen. Doch lassen sich einige Arten durch Anbringen von künstlichen Nisthilfen fördern.

Information über ein Projekt des Vogelschutz Landquart zur Wiederherstellung von Lebensräumen, diesmal für den Neuntöter. Die Gemeinde Igis/Landquart und die Alpgenossenschaft haben ihre Unterstützung zugesagt. Die Arbeit wird im November in Fronarbeit ausgeführt. Die Kosten für die Hecken-Pflanzen beträgt nach der Offerte des Forstgartens Rodels ca. 600 CHF. 

Kurzbeschrieb des Konzepts von Stefi Linder im Auftrag des VSL

Der Neuntöter ist von BirdLife Schweiz SVS zum Vogel des Jahres ernannt worden.

Auf Wunsch des Vogelschutz Landquart - in Zusammenarbeit mit dem Forstamt Landquart/Zizers unter der Leitung von Revierförster Peter Kuenz, der auch Vereinsmitglied ist, konnte man an fünf verschiedenen Standorten im Naturwaldreservat "Mittagsplatte" in Landquart Buchenholz-Stapel platzieren.

Wo der Wendehals ruft

Ein Artenförderungsprojekt für Wendehals und Gartenrotschwanz in der Bündner Herrschaft

Das Artenförderungsprojekt des Schweizer Vogelschutzes und des Vogelschutzes Landquart beruht auf einem Vernetzungskonzept des Amtes für Natur und Umwelt Graubünden.

Dieses Vernetzungskonzept strebt folgende Ziele an:

Erhaltung und Aufwertung dieser attraktiven Kulturlandschaft

Erhaltung oder Vermehrung von bedrohten Tierarten, wie

Wendehals


Gartenrotschwanz

Neuntöter

Zaunammer

Wiedehopf

sowie Schlingnatter, Hainveilchenperlmutterfalter, silbergrüner Bläuling, Zwergbläuling, Heidegrashüpfer.

Zu den Massnahmen die zur Förderung dieser Arten nötig sind, gehören:

Fördern des Strukturreichtums

in den Rebbergen mit Gebüschgruppen, Einzelbüschen, dem Kurzhalten der Vegetation zwischen den Rebzeilen, dem abschnittweisen Auffräsen, Fördern von extensiven Magerwiesen und -weiden, dem Pflegen oder Neuanlegen von Trockenmauern und Steinhaufen etc.