Foto Stefi Linder

Der neue Standort unseres Vogelzug-Beobachtungs-Einsatzes mit seinen hügeligen Wiesen, den verstreuten Baumgruppen, dem nahen Nadelwald, den Felsen des Taminatals im Hintergrund, dem Einblick in verschiedene Täler und der eindrücklichen Aussicht in alle Richtungen entpuppt sich als gute Wahl. Der sonnige Tag trägt natürlich viel zur allgemeinen Zufriedenheit der 30 bis 40 Besucher und Beobachter bei. Auch die Vögel fühlen sich wohl in diesem Gebiet. Es sind nicht unbedingt ziehende Vögel, die unsere Aufmerksamkeit erheischen, aber wir erfreuen uns auch an den vielen Buchfinken, Distelfinken, Erlenzeisigen dazu einigen Fichtenkreuzschnäbeln. Schwarzspecht, Buntspecht und Grünspecht geben sich ein Stelldichein. Hoch erfreut sind wir über die Steinadler, die immer wieder mal vorbeischauen, so nah, dass sogar gute Fotos möglich sind. Auch Baum- und Wanderfalke kreisen in dem Gebiet. 

 

Foto Heinz Borgmann

Es war ein „Kaiserwetter“, das die erwartungsvollen Teilnehmer an der Bergvogel- und Pflanzenexkursion in Arosa begrüsste. Gut gelaunte 36 VSL-Mitglieder und deren Gäste wurden von Stefi Linder, Carla Wyssmann und Jan Jelen, unserem Exkursionsleiter, bei der Mittelstation der Weisshornbahn empfangen. 

Gleich zu Beginn in Arosa durften wir von Carla Freibillette für die Fahrt zur Mittelstation entgegennehmen. Sie kontaktierte Lolo Schmid, den Aroser Gemeindepräsidenten und Verwaltungsratspräsidenten der Aroser Bergbahnen, welcher uns in grosszügiger Weise diese Gratisfahrt zur Mittelstation ermöglichte. Wir alle möchten diese tolle Geste von Herrn Lolo Schmid herzlich verdanken.

Jan Jelen, profunder Kenner der Vogel- und Pflanzenwelt, war unser Exkursionsleiter für die Wanderung durch diese schöne Bergwelt.

Wir kennen Jan als Initiant und Betreuer der seltenen Entenarten im Arosersee. Wer hätte gedacht, dass einmal Schellenten, Mandarinenten etc. rund um den Arosersee erfolgreich brüten? Viele weitere Entenarten, wie die Bahamaenten zeigten sich den Seebesuchern.

Wir hatten unsere Wanderung in Richtung „Maraner Hauptii“ auf 2156 m ü. M. kaum begonnen, zeigte sich uns schon ein Feldhase. Nein, es war kein Schneehase, wie einige von uns vermuteten!

In Einerkolonne aufsteigend, zog sich unsere Gruppe etwas in die Länge, so dass nicht alle von uns den Ausführungen des vorangehenden Jan folgen konnten. Er möge uns auch verzeihen, dass unser ornithologisch getrimmtes Hirn nicht alle Pflanzennamen behalten konnte.

Nach kurzer Zeit waren die ersten Bergvögel wie Bluthänflinge,  Klappergrasmücke, Ringdrossel, Bergpieper und Steinschmätzer zu sehen. Ihr aufgeregtes Reklamieren zeigte an, dass wir ihr Brutgebiet streiften. Ein juveniler Steinadler kreiste über uns. Auch wenige Mauersegler zeigten sich uns am Himmel, während Jan fleissig unsere Aufmerksamkeit auf die botanischen Raritäten lenkte.

Das eine  Auge auf den schmalen Weg gerichtet, das andere die Pflanzenwelt und die tolle Umgebung bewundernd,  erreichten wir den Weg, der über den oberen Prätschsee führte. Was für eine schöne Kulisse an diesem perfekten Tag!

Auf einer Kuppe hielten wir Mittagsrast. Jan nutzte die Gelegenheit, um uns weitere Gebirgspflanzenarten näher zu bringen. Wir bewunderten die Vielfalt dieser Pflanzenwelt und gaben uns Mühe den einen oder anderen Namen zu memorieren!

Nach der Pause ging die Wanderung hinunter in Richtung Prätschalp, dann vorbei am unteren Prätschsee, wo Reiherenten brüteten. Anschliessend führte uns der Weg noch weiter abwärts durch den Tannenwald. Das Ziel war die Versuchsstation Maran.

Diese Versuchsstation von Agroscope liegt auf ca.1850m Höhe. Die häufigsten  Lebensräume der alpinen und subalpinen Zonen der Region Arosa mit ihrer unterschiedlichsten Vegetation werden hier vorgestellt.

Das etwa 1000m2 grosse Areal ist in verschiedene Versuchsfelder mit Gesteinsbeeten von unterschiedlichen Bodenstrukturen eingeteilt. 

Es ist auch interessant, dass auf dieser Höhe Versuchsfelder mit vielen Kartoffelsorten angebaut werden. Hier gilt das Ziel der Erhaltung und Nutzung der alten Sorten und der Erhaltung des Kulturerbes für zukünftige Generationen.

Bei den Blumenarten wird untersucht, welche Bodenstruktur für welche Arten geeignet ist. Kalk- und Silikatböden unterscheiden sich stark. Daneben zählt auch die Nährstoff- und Wasserverfügbarkeit für das Gedeihen dieser alpinen Pflanzen.

Jan Jelen betreut diese Station und führt jeden Dienstag interessierte Feriengäste und Naturliebhaber durch dieses Versuchsareal.

Unsere abwechslungsreiche und spannende Exkursion war nach dieser Besichtigung beendet. Unsere Gruppen fuhren mit dem Bus nach Arosa zurück. Ein gemütlicher Trunk im Restaurant Güterschuppen beim Bahnhof gab uns die notwendige Erholung nach diesem erfüllten Tag, bevor wir uns endgültig voneinander verabschiedeten.

 

Nochmals herzlichen Dank an unseren Organisator Stefi Linder, an Jan Jelen unseren sehr kundigen botanischen Führer, an Herrn Lolo Schmid für seine Grossszügigkeit, sowie den Wettergott, der offensichtlich Mitglied des VSL ist!

Heinz Borgmann

 

Artenliste:

Bluthänfling, Klappergrasmücke, Heckenbraunelle, Steinadler, Steinschmätzer, Mauersegler, Bergpieper, Rabenkrähe, Ringdrossel, Misteldrossel, Tannenmeise, Zwergtaucher, Reiherente, Kolbenente, Pfeifente, Bahamaente, Schellente…………….und der Feldhase!

 

Rohrschwirl Stefi Linder

Ein sonniger Tag empfängt uns beim Aufstehen an diesem 12. Mai, an dem wir mit dem auffälligen Postbus (siehe Fotogalerie) frohgemut und beschwingt nach La Sauge aufbrechen, das nach 3 Stunden Fahrt ohne Zwischenfälle erreicht wird. Voll Tatendrang machen wir uns auf den Weg dem Broye-Kanal, der die Kantone Waadt und Bern trennt, entlang durch das national bedeutende Naturschutzgebiet Le Chablais zum Neuenburger See.

Foto Christoph Meier-Zwicky

Bei strahlendem Sonnenschein und sehr warmem Aprilwetter trafen sich knapp 30 Vereinsmitglieder, um mit Hans Schmocker im Fläscher Bad auf die Suche nach Reptilien zu gehen.

Unser Verein konnte in den letzten Jahren mit verschiedenen Projekten in der ausgeräumten Landschaft für eine Verschönerung und Nachhaltigkeit der Natur im Gebiet Igis/Landquart beitragen. Auch dieses Jahr, am 6. April, haben vierzehn Vereinsmitglieder tatkräftig mitgeholfen 24 Bäume (16 Eichen, 5 Linden, 1 Nussbaum und 2 Silberweiden), die alle vom Kantonalen Forstgarten Rodels aus eigener Zucht bezogen wurden, zu pflanzen. Auf den Feldern von fünf verschiedenen Landwirtschaftsbetrieben konnten diese eingepflanzt werden, nämlich bei Christian Bosshard 2 Eichen und 2 Linden, bei Richard Dolf 1 Eiche und 2 Linden, bei Markus Michel 4 Eichen, bei Andreas Gabathuler 1 Eiche, 1 Linde und 1 Nussbaum und beim Plantahof 8 Eichen und 2 Silberweiden. Letzterer spendete uns einen feinen Znüni, den wir herzlich verdanken möchten. Ein ganz besonderer Dank gilt unseren fleissigen Bienen vom VSL, die total 66 Personen-Stunden bei sonnigem, warmem Wetter leisteten. Ohne sie könnten wir solche grössere Pflanzungen gar nicht durchführen. Es sind dies: Uschy Schmid, Vreni u. Mathäus Dürr, Luzi Räth, Jürg Meuli, Hansueli Tinner, Emilio Balzer, Bruno Hanselmann, Albert Rüegg, Alfons Wick, Silvano Rada, Ewald Hepberger, Vital Lutz und Stefi Linder.

Was sehr erfreulich ist, es gibt bereits Zusagen für weitere Projekte mit Hecken und Baumpflanzungen, die unser Verein in nächster Zeit gestalten kann.

April 2018 Stefi Linder