Das Wetter hielt sich am Anfang noch etwas bedeckt und wurde auch im Verlauf des Tages nicht viel besser. Doch es blieb trocken und angenehm warm. Da die Gondelbahn selbst diesen Sommer im Umbau war, brachte uns der Hitsch-Bus ins Gebiet, was den Vorteil hatte, dass wir auf dem Weg einen ornithologischen Zwischenstopp einlegen konnten. Astrid zeigte uns die Burgruine Rätia Ampla in Riom. An dieser Burg befindet sich die höchste Schweizer Turmdohlen-Kolonie und mit 43 Paaren lief da einiges ab. Nicht nur wir beobachteten die Dohlen, sondern durchaus auch umgekehrt. Es war ein Gehen und Kommen, eine richtige Freude, diesen Betrieb zu sehen. Danach ging es mit dem Bus weiter zu unserem eigentlichen Ziel, die Bergstation Tigignas. Dort teilten wir uns in zwei Gruppen auf, die einen gingen etwas voraus und kümmerten sich um das liebe Federvieh, die anderen durften von Astrid alles über die einheimischen Blumen erfahren. Als Drogistin und Homöopathin, wusste sie über fast jede Pflanze etwas Spannendes zu erzählen. Wir durften Schwefelanemonen, Enziane und Paradieslilien bestaunen. Sie zeigte, welche Pflanzen giftig sind und welche essbar und in der Mittagspause durften wir sogar den nussigen Geschmack des Wiesenknopfs degustieren.

Auf der Vogelseite wiederum ging es etwas gemächlicher zu. Eine besondere Beobachtung war uns mit zwei Felsenschwalben vergönnt, die ganz ruhig auf einem Christuskreuz an einer Fassade posierten. Sonst sahen und hörten wir Baumpieper und Tannenmeise. Am Nachmittag kreiste noch ein Wespenbussard mit einem Mäusebussard in unserer Sichtweite, was zu Studienzwecken gerade sehr interessant war. Total ergaben sich gut 22 Vogelarten, die wir sichten und hören konnten.

Nach der Exkursion trafen wir uns alle in einem Restaurant, wo wir noch etwas die Geselligkeit pflegten, bevor uns der Bus wieder ins Tal brachte.

Dank Astrid war es eine sehr spannende Exkursion ins Reich der Heilkräuter.