Das Gebiet der Petite Camargue Alsacienne befindet sich in der Nähe von Basel in Richtung Hüningen im Elsass. Es entstand 1852 aus einer kaiserlichen Fischzucht, die im Ueberschwemmungsgebiet des Rheins angelegt war. Rheinverbauungen und Verschmutzung verunmöglichten ab 1950 die Lachszucht. Naturschützer erhielten dann 1973 das Nutzungsrecht für das Gebiet und retteten die Auenlandschaft. In der Folge gelang es durch Ausbaggern der alten Rheinarme und periodischen natürlichen Ueberschwemmungen diese schöne Auenlandschaft wiederzubeleben.

Sergio Lanfranchi, unser bewährter Postautochauffeur, holte die gut gelaunten Reiseteilnehmer an den verschiedenen Einsteigestellen ab. Die Fahrt führte uns über den Hirzel zum ersten Kaffeehalt, und von dort zum Parkplatz des Naturschutzgebietes.

Nach dem Picknick wurden die Beobachtungsgruppen eingeteilt, und schon ging es in verschiedene Richtungen los. Die verschlungenen Wege führten uns zu den zahlreichen Hides und zu den Beobachtungstürmen bei den Teichen. Nachtigallengesang und Pirolrufe waren unsere Begleiter. Oft war es schwierig, dazwischen auch noch die Gesänge der anderen Vögel zu bestimmen. Interessant war die Jagd der Baumfalken mitzuverfolgen. Aber auch all die Fasane, Spechte, Reiher, Zaunkönige, Meisenarten, Ringel - Turtel -und Türkentauben sowie Wasservögel erweckten unsere Aufmerksamkeit. Auch ein Kiebitz zeigte sich mal im Flug.

Der erste erfolgreiche Beobachtungstag ging nun zu Ende. Es war in einigen Gesichtern abzulesen, dass die eine oder andere Vogelstimme noch einer genaueren Analyse bedurfte (ausser natürlich bei den Experten!).

Dem feinen Abendessen im Hotel folgte ein plötzliches Lichterlöschen im Saal, der sofort wieder durch ein furioses „Kleinfeuerwerk“ über einer hereinschwebenden, riesigen Geburtstagstorte erhellt wurde. Als dann Stefi Linder ein „Happy Birthday“ anstimmte, waren alle Augen auf unseren junggebliebenen „alt“Präsidenten Simon gerichtet. Rosmarie hatte diese gelungene Ueberraschung in einer „Geheimaktion“ hervorragend organisiert.

Wir alle gratulieren Simon und bedanken uns nochmals, dass unsere Schleckmäuler mitfeiern durften.

Der 2.Beobachtungstag begann wiederum am Parkplatz. Dieselben Gruppen bewegten sich nun in entgegengesetzten Richtungen als am Vortag.

Einige besondere Beobachtungen waren der Schlangenadler, der im Fluge beobachtet wurde, sowie Tüpfelsumpfhuhn, Orpheusspötter, Dorngrasmücke, 3 Nilgänse die auf einer Tanne kurz rasteten, Nachtreiher, Schwarzmilan etc., und immer wieder Nachtigallen und Pirole! Nicht zu vergessen die Bisamratte ( Biberratte/Nutria?) mit 2 Jungen !

Insgesamt wurden von den Teilnehmern in diesen 2 Tagen 86 Vogelarten festgestellt.

Am Nachmittag war noch ein Besuch im nahe gelegenen Vitra Museum für Design in Weil am Rhein vorgesehen. Erbauer dieses futuristischen Gebäudes waren die Basler Architekten Herzog & De Meuron. Viele Möbelklassiker zum „Anfassen“ oder Probesitzen, aber auch neuestes Design und moderne Farben dominierten diese Möbelwelt. Eine gelungene Abwechslung !

Sergio ,unser Chauffeur, brachte uns alle wieder sicher an unsere Ausgangspunkte zurück. Wir dankten ihm ebenfalls mit einem herzlichen Applaus für die sichere Fahrt, Ruhe und Geduld.

Das Wetter war mal so - mal so. Wir haben ja diesbezüglich als Federsee-erprobte Ornithologen keine Empfindlichkeiten mehr.

Wir alle danken dir, lieber Stefi, für die tolle Organisation und deinen Einsatz, um uns den Besuch in diesem schönen Naturschutzgebiet zu ermöglichen. Wir freuen uns schon heute auf ein „nächstes Mal“.